Brainstorming im Förderverein Wendepunkt e.V.: Frische Ideen und Netzwerkarbeit 2016

brainstorming-förderverein-wendepunkt“Ein perfekt organisiertes Durcheinander zum Jahresende” können wir das Brainstorming im Förderverein Wendepunkt e.V. am Mittwoch, 30. Dezember 2015 nennen. Denn was mit einem einfachen Ziel begann, endete in einem organisierten Chaos! Der “runde Tisch” versank im Brainstorming, entwickelte neue Ideen für 2016, führte zeitgleich Telefonate und vernetzte Bewohner der Notunterkunft in Oeventrop mit Bürgern und Bürgerinnen aus Arnsberg, die sich als Paten bzw. Alltagslotsen bereiterklärten zu helfen.

Ein runder Tisch, organisiert von Marita Gerwin und Michael Voß (beide Förderverein Wendepunkt e.V.), sollte am letzten Mittwoch des Jahres Menschen von nah und fern zusammenbringen. Es sollten Alltagslotsen gefunden werden, die sich der wichtigen Aufgabe widmen denjenigen zu helfen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und nunmehr in Arnsberg ein neues Zuhause finden möchten. In diesem Zusammenhang sollte dieser Vormittag auch einem Menschen aus der Notunterkunft in Oeventrop “einen Paten an die Seite stellen”, der ihm beim Ankommen in Arnsberg hilft. Tamim, ein junger Afghane, lernte dabei Hans-Werner Wienand (Weltenbummler und Autor) sowie seine Lebensgefährtin Conny Wulf kennen – schnell entwickelte sich eine gewisse Vertrauensbasis. Die ersten Schritte sind gemacht – jetzt geht´s ans Eingemachte: Deutschkurs, soziale Kontakte knüpfen und Co.!

Logo_PvmzmAuch Claudia Brozio (Schuldirektorin der Ruth-Cohn-Schule in Neheim) und ihr Ehemann Klaus Brozio (Computer-Trainer im Senioren-Internet-Café-Arnsberg) waren anwesend und brachten sich direkt mitten ins Geschehen. Denn Tamim kam nicht allein zum “runden Tisch” – er brachte zwei seiner Freunde aus der Notunterkunft in Oeventrop mit. Den fünffachen Familienvater Mohammed, aus Syrien stammend, und den 18-jährigen Hizburrahman, ebenfalls aus Afghanistan geflohen. Spontan stellten sich Claudia und Klaus Brozio “an die Seite” des jungen Afghanen, um ihn die ersten Schritte zu begleiten und ihm den Start in Arnsberg zu erleichtern.

Insgesamt also ein erfolgreicher Vormittag, der neben etwaigen Problemlösungen auch zahlreiche Ideen für das neue Jahr mit sich brachte – drei Stunden voll und ganz im Zeichen eines Brainstormings der besonderen Art. Aber auch Stunden die gezeigt haben, wie wichtig ein funktionierendes Netzwerk in der Flüchtlingshilfe ist. Denn ohne die entsprechende Netzwerkarbeit wären spontane Hilfestellungen wie diese nicht möglich gewesen.

Wir wünschen uns für das Jahr 2016, dass genau diese Netzwerkarbeit fortbesteht und sich viele weitere Menschen bereiterklären, in welcher Form auch immer mitzuarbeiten. Denn jede Idee ist willkommen!