Text & Foto: Marita Gerwin

Im Rahmen unseres Patenschaftsprojektes „Alt für Jung – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ begleiten wir auch Menschen, die sich zu einer freiwilligen Rückkehr ins Heimatland entscheiden. Mit vielen emotionalen „ups and downs“ bei allen Beteiligten.

Die Verweigerung des Familiennachzugs lässt die Menschen verzweifeln. In solchen existenziellen Lebenssituation ist es wichtig, kompetente Partner an der Seite zu haben, die sehr menschlich mit den geflüchteten Menschen und ihren Paten umgehen.

Wir danken der DRK Rückkehrberatung in Hamm, Frau Marina Schwarz für die empathische und verständnisvolle Begleitung. Sie hat uns geholfen, mit den Unwägbarkeiten und Unsicherheiten, die solch eine Entscheidung mit sich bringt, irgendwie klar zu kommen. Dankeschön!

Die Rückkehrberatung des DRK ist eine Anlaufstelle für geflüchtete Personen, die aus unterschiedlichen Gründen freiwillig und selbstständig wieder in ihr Heimatland zurückkehren wollen.

Dabei ist der Gedanke an Rückkehr immer mit verschiedensten Vorstellungen und Wünschen verbunden und häufig behaftet mit Ängsten, Sorgen und Nöten. Trotz der oft schwierigen Ausgangssituationen ist es wichtig, eine möglichst bewusste Entscheidung zu treffen und die Rückkehr denkbar gut vorzubereiten, damit eine dauerhafte Rückkehr in das Heimatland gelingen kann.

Themen der Re-Integration im Heimatland, Betreuung vor Ort durch eine Partnerorganisation, Ausreise, notwendige Dokumente für einen legalen Grenzübertritt und vieles mehr waren Gegenstand mehrerer Termine bis es endlich so weit war und die freiwillige Rückkehr erfolgte.

Eine Erfahrung für unser BaS Projekt, der wir uns gestellt haben. Wir wünschen dem geflüchteten jungen Familienvater, der beinahe 3 Jahre in unserer Stadt lebte und alles dafür getan hat, sich hier zu integrieren, für die Zukunft alles erdenklich Gute auf seinem weiten Weg zurück.

Einen guten Freund zu verabschieden, fällt sehr schwer. Es war tröstend zu erleben, dass seine Freunde und Wegbegleiter – darunter einige Mitglieder der Cricket-Mannschaft „Arnsberger Löwen“ zum Bahnhof gekommen sind, um sich von ihm zu verabschieden.

Tränen, Trauer und gleichzeitig Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit prägten den sehr ruhigen Abschiedsmoment, als der Zug in Richtung Flughafen Düsseldorf den Arnsberger Bahnhof verließ.

„Mach´s gut. Wir vergessen Dich nicht! Gute Reise“, riefen Sie ihm noch zu, ehe sich die Waggontür hinter ihm schloss. Schweigend schlenderten Sie heim. In Gedanken und Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit dem Freund und Nachbarn hier in Arnsberg.