Kategorie: Patenschafts-Tagebuch (Seite 2 von 3)

Karola und Christel: „Wir brauchen mehr Alltagslotsen“

Logo_PvmzmDie Patinnen Karola und Christel sitzen mit den drei Jungs im Gemeinschaftsraum der Unterkunft. Stolz blättern die Jugendlichen ihre Hefte auf, in denen sie all das zu Papier gebracht haben, was sie bisher an deutschen Worten gelernt haben. „Unsere Hausaufgaben, bitte sehr“. Gut gemacht! Schnell gesellen sich weitere Kinder, Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Ländern dazu, schreiben mit, hören zu, reden mit, wollen teilhaben an diesem Unterricht. Mitmachen. Deutsch lernen. So schnell wie möglich. Wie gern würden die beiden Patinnen allen wissbegierigen Menschen gerecht. Aber zu Zweit ist das einfach zu viel …

Daher ist individuelle Unterstützung dringend nötig, für jeden dieser Menschen. Karola und Christel fragen: „Hat jemand Lust und Zeit, im Team der Alltagslotsen für Flüchtlinge mitzumachen? Das wäre wunderbar!“

deutschkursInteressenten wenden sich einfach an die Engagementförderung Arnsberg, Ivonne Wobbe-Potofski, Tel. 0 29 31/548 33 67 oder per Mail an engagementfoerderung@arnsberg.de.

Weitere Infos finden Sie hier: http://foerderverein-wendepunkt-arnsberg.de/fluechtlingshilfe/

Von Berührungsängsten keine Spur

Logo_Pvmzmtagebuch_einkaufenMontag werden sie deutsch lernen beim gemeinsamen kochen und brutzeln. Karola und Christel freuen sich auf das Leibgericht der Jungs aus fernen Ländern. Die Zutaten für das Rezept haben sie heute schon mal in Deutsch aufgeschrieben. Als Nachtisch gibt es Apfelkuchen. Typisch für den Herbst in unserer Region. Vorm Kochen wird eingekauft. Mit dem Geld haushalten, kalkulieren und rechnen will gelernt sein. Der Monat ist schließlich lang….

Karola und Christel, die Patinnen der drei minderjährigen Flüchtlinge, besuchen nach ihrem Deutschunterricht in der Unterkunft mit den Jungs zusammen das Jugendzentrum Hüsten. Dort wird mit Arnsberger Kindern und Jugendlichen gekickert, Billiard gespielt, gemeinsam gegessen, gechillt, gespielt und gelacht. Von Berührungsängsten keine Spur.

Ein Grundschulkind will wissen „Wo kommen DIE denn eigentlich her?“ Spontan antwortet einer der Jungs „Aus Afghanistan sind wir“. Seine Reaktion: „Ihr seid echt nett. Ihr könnt ruhig öfter kommen“. Ein Lächeln huscht über die Gesichter der drei Jungs. Wenn sie auch nicht exakt verstanden haben, was er gesagt hat, doch das Gefühl, willkommen zu sein, spüren sie deutlich.

„Mama 1 und Mama 2“

Logo_PvmzmHeute begrüßt einer der Jugendlichen seine Patinnen strahlend: „Du bist meine Mama 1 und Du bist meine Mama 2“. Die Namen Karola und Christel kommen in der fremden Sprache sicherlich auch bald über die Lippen. Hochmotiviert und emsig lernen sie konsequent deutsch, bevor sie eine Runde mit anderen Kids im Jugendzentrum Hüsten kickern. Ihre „Hausaufgaben“ nehmen sie sehr ernst. Stolz zeigen sie, was sie „zu Papier“ gebracht haben. Sie lernen schnell.

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